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bildung
öffentlich
Zauber der Ferne. Imaginäre Reisen im 19. Jahrhundert.
Wien Museum Karlsplatz
Ausstellung
Die Neugier auf die Welt war groß wie nie zuvor, die Gipfel der Alpen rückten ebenso in den Blick wie ferne, exotische Orte. Doch nur wenige konnten sich tatsächlich eine Reise leisten. Sie „buchten“ imaginäre Reisen, beflügelt von der Fantasie. Berichte von Forschern und anderen „echten“ Fernreisenden, Abenteuerromane und seriöse Reiseführer waren der Stoff, aus dem sich Menschen Bilder fremder Welten konstruierten. Um 1800 entstand auch eine spezielle Vergnügungsbranche, die den Daheimgebliebenen den Zauber der Ferne nahebrachte. Afrika faszinierte ebenso wie der Nordpol oder der Mars. Man musste nicht selbst in die Welt hinaus, sondern die Welt kam zum Publikum – preiswert, gefahrlos, ohne Zeitaufwand. Die Ausstellung stellt solche imaginäre Reiseangebote vor: von den frühen Guckkästen und Laterna-magica-Apparaten bis zu Bühnenspektakeln, Prater-Attraktionen und den ersten Filmen. Eine Kulturgeschichte des Vergnügens, die in den heutigen Themenparks und virtuellen Reisen ihre Fortsetzung findet.